Feilschen, fachsimpeln, Freunde treffen

Die SUPER PARTY 2026 vom 31. Oktober in Zofingen war ein grosser Erfolg.
Die Anzeigetafel an der Hallenwand zeigte 8:59 Uhr, und in der Mehrzweckhalle Zofingen war schon kaum mehr ein Durchkommen. Eine knappe halbe Stunde nach Türöffnung schoben sich Hunderte Funkamateure durch die Gänge, beugten sich über Kisten voller Stecker, drehten Geräte in den Händen und verhandelten über Preise. Der grösste Amateurfunk-Flohmarkt der Schweiz lief auf vollen Touren.
Basar-Stimmung
Der Tag begann früh. Ab 7 Uhr durften die Aussteller mit Reservation einrichten, gleichzeitig öffnete im Eingangsbereich die Frühaufsteher-Bar, um 8:30 Uhr gingen die Türen für alle auf. Die Bedingungen sind seit Jahren dieselben und kommen gut an: Der Eintritt ist gratis, ein Laufmeter Markttisch kostet 20 Franken, eine Umsatzabgabe gibt es nicht. Verkauft werden darf nur, was mit Amateurfunk oder Computern zu tun hat; Pfannen oder Kleider weisen die Organisatoren aus der Halle.
Klassiker und Moderne
Und was da alles auf den Tischen lag: Antennen, Endstufen und Transceiver, Kisten voller Bauteile, Computer, Weltempfänger, alte Telefone mit Wählscheibe, Detektorempfänger in Holzkästchen mit vergilbter Anleitung im Deckel, Bakelitradios und bunte Korbbodenspulen. Gleich daneben zeigten andere, wohin die Reise geht: hochmoderne SDR-Transceiver, auf denen das Spektrum als Wasserfall über den Bildschirm läuft, samt passender Software.
Treffen unter Freunden
Gehandelt wurde wie auf einem Basar. Eine Morsetaste, angeschrieben mit 100 Franken, wechselte nach einem Gespräch über gemeinsame Bekannte für 60 Franken die Hand, und beide Seiten gingen zufrieden weg. So lief es an vielen Tischen. Die Surplus Party ist eben auch ein riesiges Treffen unter Freunden. Man kennt sich vom Band, von Contests oder vom letzten Jahr, und manches Rufzeichen bekommt hier zum ersten Mal ein Gesicht. HB9SOTA hatte wie gewohnt einen eigenen Tisch in der hinteren Ecke beim Restaurant, im Eingangsbereich informierten die USKA und das BAKOM gleich nebeneinander an ihren Ständen.
Bratwurst statt Bauteile
Wer zwischendurch Hunger bekam, war in der HAM-Beiz richtig. Zum Mittagessen gab es Bratwurst, Hamburger oder Schweinssteak mit Pommes Frites, dazu Sandwiches und Snacks an der Snack-Bar. Aber auch wer nur einen Kaffee trinken wollte, kam auf seine Kosten. Viele nutzten die Pause für einen Schwatz am Tisch, bevor es zurück in die Gänge ging.
Vorträge, Tagungen, Stadtführung
Parallel lief im Bildungszentrum das Programm des Hamfest. Um 10 Uhr sprach das BAKOM über EMV, um 14 Uhr tagte die Konferenz der USKA-Sektionspräsidenten, um 16 Uhr folgte die KW/UKW-Tagung. Wer lieber an die frische Luft wollte, ging mit Cornelius, dem Stadtschreiber von 1864, auf Stadtführung durch die Zofinger Altstadt.
USKA-Band am Hamfest
Um 16:30 Uhr schloss der Flohmarkt. Im Hotel Zofingen ging es weiter mit dem USKA-Hamfest. Angesagt waren festliches Nachtessen, Apéro und Volksmusik mit der USKA-Jam-Band Fünf-Neun-Plus sowie die Afterparty ab 22 Uhr inklusive Barbetrieb. Manches Gespräch, das am Morgen zwischen zwei Flohmarkttischen begonnen hatte, fand erst dort sein Ende.
Ein grosser Dank geht an die Zofingerrunde und alle Helferinnen und Helfer. Das Datum für nächstes Jahr steht schon: Die nächste Surplus Party findet am 30. Oktober 2027 statt.
Published by HB9HGH
Weitere Infos: https://www.surplusparty.ch/


