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Neuigkeiten von HB9O

Auf dieser Seite erfahren Sie wichtige Neuigkeiten über den Fortgang des Projekts. Die Projektgruppe HB9O berichtet in regelmässigen Abständen über ihre Arbeit in Zwischenberichten, die Sie unter «Berichte» aufrufen und durchlesen können.

Einladung zum HB9O Operator-Treffen im Verkehrshaus am 1. Mai 2015

[14.04.2015] Seit April 2010 ist die neue Station HB9O im Verkehrshaus (VHS) wieder in Betrieb. Nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Operateuren kommt das aktuelle Konzept offenbar recht gut an, so dass wir uns über eine gute Belegung der Anlage freuen können. 

Damit das Ziel von HB9O – den Besuchern Einblick in unser Hobby zu geben und Verständnis dafür zu gewinnen – möglichst optimal erreicht wird, findet am 1. Mai 2015 ein Operator-Treffen statt. 

Ein Erfahrungsaustausch soll neue Anregungen geben, wie Aussenstehenden der Amateurfunk näher gebracht werden kann. Vertreter des VHS werden auf ihre Anliegen im Zusammenhang mit HB9O hinweisen. Im Weiteren werden wir als „Auffrischung“ für bisherige Operatoreure über den aktuellen Stand der technischen Infrastruktur berichten, und zukünftige Operateure können sich mit den einzelnen Teilen der Anlage im Detail vertraut machen. Zum Anlass eingeladen sind alle HB9er, HB3er und SWLs, welche bereit sind, im Verlaufe des Jahres mindestens 2 Einsätze als Operator von HB9O zu leisten.

10:00Treffpunkt in der Eingangshalle VHS Lidostrasse



Begrüssung durch Vertreter des VHS sowie Neuigkeiten seitens des Verkehrshauses


10:45Vorstellung der Betriebsgruppe



Überblick über die "Themeninsel Amateurfunk"



Ausrüstung und Betrieb der "Heimstation" (KW, 2m)



Ausrüstung und Betrieb der "Mobilstation" (VHF, UHF, D-Star)



Erfahrungsaustausch und Diskussion


12:00Apéro (offeriert von der USKA)


12:30Mittagessen im Selbstbedienungsrestaurant

(vergünstigter Preis, durch die Teilnehmer zu tragen)


14:00Einfinden bei der "Themeninsel Amateurfunk". Gruppenweise Arbeit an Heimstation, 

Mobilstation und den verschiedenen Publikumsplätzen



Demonstration der E-Mail-Übertragung via KW (Winlink 2000)


ca. 15.30
Ende der Veranstaltung

 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis am 25.04.2015 per E-Mail an hb9dok(at)uska.ch

 

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

 

(HB9DOK) 

 

QRM über Drahtantenne

[03.03.2015] Jeder OM der in einem dicht besiedelten Gebiet wohnt kann betreff dem vielen „Elektronikschrott“ wie Schaltnetzteile, Wechselrichter, PLC usw. welcher heutzutage im Einsatz ist, ein Lied singen. Auch im Verkehrshaus sind leider viele solcher „Dreckschleudern“ im Einsatz, welche den Operateuren auf HB9O das Leben vor allem auf den tieferen Frequenzen schwer machen.

Für die neue HB9O Station die in der Halle Luft-und Raumfahrt installiert wurde, musste für das 30m, 40m und 80m Band eine neue Drahtantenne gespannt werden. Mit dem Umbau des Verkehrshauses entstand eine völlig neue Konstellation und die alte Drahtantenne konnte nicht mehr wie früher platziert werden.

Anfänglich übernahmen wir die beiden Dipole 30m und 40m mit gemeinsamen Einspeisepunkt, welche im Jahr 2008 für die provisorische Station auf dem Dach des Hochhauses vom Mast zu den 4 Ecken des Hochhauses gespannt wurden. Auf vielseitigen Wunsch einiger Operateure wurde für das 80m Band ein endgespeister Halbwellendraht vom Hochhaus Richtung Cosmorama-Zylinder gespannt, mit einem Stub als Anpassglied. Für 10m, 12m, 15m, 17m und 20m wurde wie früher der bewährte Beam verwendet.

Irgendwann entstand innerhalb der Betreibergruppe HB9O die Idee, die beiden Dipole durch ein geschlossenes System (Loop), gespannt auf dem Hochhausdach (mit einem ATU abgestimmt) zu ersetzen, in der Hoffnung dass dieses System weniger QRM aufnimmt. Leider handelten wir uns mit dieser Variante neue Probleme ein. Bei Verwendung des 30m Bandes entstanden unerwünschte HF Einstrahlungen u.a. auch auf der Rotorsteuerleitung. Es muss noch bemerkt werden, dass der Loop auf dem Dach infolge Platzmangels viel zu klein war und alles andere als optimal verlegt werden konnte. Es war eher ein „Zick-Zack-Loop“! Da auch der Einbau einer Mantelwellensperre beim ATU und Ferritkerne in der Rotorsteuerleitung nicht den gewünschten Erfolg brachte, wurde der Loop kurzerhand aufgetrennt und als endgespeiste Antenne benützt. Als Gegengewicht wurde die Metallkonstruktion auf dem Hochhausdach verwendet. Somit war das Problem mit Einstrahlungen gelöst, aber das QRM auf einigen Bändern war wieder grösser, was unbefriedigend war. In der Hoffnung dass der endgespeiste Draht (welcher damals nur für das 80m Band installiert wurde) weniger QRM aufnimmt, und mit dem Automatiktuner auf sämtlichen KW-Bändern gearbeitet werden kann, wurde an einem Samstag bei schönem Wetter der ATU entsprechend versetzt. - Leider mussten wir feststellen dass das QRM nur unmerklich kleiner war als mit dem „Zick-Zack-Draht“ auf dem Hochhausdach.

Eines Tages meldete sich Alby HB9TU bei mir und meinte, er hätte Positives und Negatives über HB9O zu berichten. (HB9TU ist regelmässig zusammen mit HB9AJW als OP auf HB9O) Seine Aussage:

  1. HB9O ist eine schöne Station um den Besuchern unser Hobby zu präsentieren.
  2. Aber das QRM, vor allem im 40m- und 80m-Band, ist viel zu gross. Man könne kein vernünftiges QSO abwickeln!
  3. Die Verluste auf dem Koaxialkabel seien zu gross.
  4. Er würde mithelfen eine Lösung zu suchen.


Ich nahm sein Angebot gerne an und wir führten im Frühling 2014 am Koaxialkabel, welches eine Länge von etwas mehr als 90m hat, div. Messungen durch. Resultat: Das HF-Kabel entspricht bezüglich Verluste den techn. Spezifikationen! Jetzt musste noch das QRM-Problem untersucht werden.

Freundlicherweise stellten sich HB9TU, HB9ACC und HB9AJW zur Verfügung um die Problematik vor Ort zu untersuchen. Dies geschah im Herbst 2014

Folgendes wurde untersucht und entsprechend geändert:

  • Um auszuschliessen dass Störungen über das lange HF-Kabel gelangen, wurde das Kabel auf HF-Dichtigkeit geprüft.
  • Damit wir sicher waren dass das QRM nicht über das Starkstromnetz gelangt, wurde ein RX auf dem Dach direkt an der Antenne angeschlossen, losgelöst vom Starkstromnetz, mit einem 12V Akku gespiesen.
    Resultat: HF-Kabel ist dicht und es gibt auch keine Störungen über das Starkstromnetz!
  • Als nächster Schritt wurde der Antennendraht direkt an den Empfänger angeschlossen und vor allem die beiden Bänder 40m und 80m auf Störungen untersucht. Der QRM-Pegel war deutlich kleiner. Jetzt war klar, dass der grösste Teil der Störungen über das Gegengewicht (Metallkonstruktion) kommen musste.
  • Als nächster Schritt wurde als Gegengewicht ein Draht zum Mast unter-halb des Beams gespannt.
  • Damit der Automatiktuner den bestehenden Halbwellenstrahler für 80m nicht im Spannungsbauch abstimmen musste, wo er auch seine Mühe hatte, wurde der Draht etwas gekürzt.


Mit dieser Konstellation kann der Draht auf jedem KW-Band abgestimmt werden, aber das QRM Problem ist nur teilweise gelöst! Es sind noch weitere Optimierungen nötig!

Zusätzlich wurde auf dem Hochhausdach für 30m und 40m noch ein Trapdipol montiert. 

Aktuell kann der Operateur bei der Station am Bedienpanel zwischen drei Antennen wählen:

  •     Für 10m-20m: Beam oder Drahtantenne mit ATU
  •     Für 30m und 40m: Trapdipol oder Drahtantenne mit ATU
  •     Für 80m und 160m: Drahtantenne mit ATU


Als nächster Schritt ist geplant einen Full-Size Loop für 80m, weg vom Hochhaus an Stelle der endgespeisten Drahtantenne zu installieren, angepasst mit einem Automatiktuner.

Ein herzliches Dankeschön an Alby HB9TU, Max HB9ACC und Joe HB9AJW für die wertvolle Unterstützung !

Urs Baumgartner
HB9MYH